Canihua – gesprochen Kaniwa – ist verwandt mit Quinoa und gehört damit ebenfalls zu den glutenfreien und sehr nährstoffreichen Pseudogetreiden. Wie Quinoa oder auch Amaranth stammt Canihua aus den südamerikanischen Andenländern. Canihua ist dank vieler wertvoller Nährstoffe wie Eisen und Proteinen nicht nur sehr gesund, sondern mit seinem nussigen Geschmack auch besonders lecker und ein sehr abwechslungsreiches Lebensmittel, das sich sowohl für süße als auch für herzhafte Speisen eignet. Und zwar ganz gleich ob in Form von Pops, als Beilage oder aber als Zutat in Brot, Kuchen, Puddings und Getränken.

Kleine Samen mit uralter Geschichte

Während Quinoa längst Weltruhm erlangt hat, ist Canihua in Europa noch weitgehend unbekannt, dabei wird das Powerfood in den Anden bereits seit etwa 5.000 Jahren kultiviert und wurde schon von den Inkas und Azteken als königliches Essen bezeichnet. Das kommt unter anderem daher, dass Canihua selbst in der härtesten Umgebung zu überleben vermag. So kann die anspruchslose Pflanze bis auf Höhen von 4.500 m gedeihen, wo nicht einmal mehr Quinoa angebaut werden kann.

Canihua hat sich bis heute bei den indigenen Bergvölkern als unangefochtenes Grundnahrungsmittel bewährt. Die Samen werden zu Mehl gemahlen, aus dem wiederum heiße und kalte Getränke sowie Breie zubereitet werden. Die mineralstoffreichen Blätter können als Gemüse und Salat verzehrt werden.

Glutenfreie Kraftpakete

Wie es unter Verwandten oft üblich ist, weisen Canihua und Quinoa viele Gemeinsamkeiten auf. Sie werden beide als „Pseudogetreide“ bezeichnet, da sie nicht zur Familie der Süßgräser gehören, man aus ihnen aber dennoch getreideähnliche Mehle und Beilagen herstellen kann. Im Gegensatz zu den meisten echten Getreidearten sind die Pseudogetreide und so auch die Canihua glutenfrei und punkten außerdem mit wertvollen Nährstoffen, gesunden Fetten und hochwertigen Proteinen.

Da sie viel kleiner als die Quinoa-Samen sind, wird Canihua auch als Baby-Quinoa bezeichnet. Die Canihua-Samen sind rund, braun bis schwarz gefärbt und schmecken ein wenig nach Nuss und Schokolade.

Bio-Produkte aus fairem Handel

Canihua ist in Europa zwar selten anzutreffen, kann aber schon in einigen Bio-Läden sowie im Internet gekauft werden. Des Weiteren werden aus Canihua hergestellte Produkte wie Mehl, Brot, Riegel, Kuchen, Kekse und Pops angeboten.

In Deutschland gilt das Pseudogetreide derzeit noch als Exot und ist aufgrund der nicht ganz sauber geklärten Richtlinien eigentlich noch nicht offiziell zum Verkauf freigegeben. Dennoch gibt es auch hierzulande schon Anbieter, die Canihua im Sortiment haben. Auch wir verfolgen die Richtlinien weiter und hoffen, unser Keimling-Sortiment in Zukunft um das „neue“ alte Urgetreide ergänzen zu können.