„Du bist, was du isst!“ lautet das simple Motto von Tosca Reno, Ernährungsberaterin und Pionierin des „Clean Eating“-Trends. Hinter dem Ernährungskonzept verbirgt sich nicht etwa eine neue Diät, sondern eine Philosophie, die zu einem gesunden Lebensstil anleiten will. Wir haben uns mal angesehen, was es mit dem Begriff auf sich hat, was die grundlegende Idee dahinter ist und was es zu beachten gilt.

 

Was ist Clean Eating eigentlich?

Eigentlich ist das Ernährungskonzept schon sehr alt und sollte uns bestens vertraut sein, denn es geht im Grunde nur darum, welche Lebensmittel für uns nährstoffreich, gesund und verwertbar sind. Clean Eating ist also der Schritt zurück zur Natur und zur ursprünglichen Ernährung – weg von künstlichen Farben und Geschmacksstoffen. Gegessen wird alles in seiner ursprünglichen Form. Erlaubt ist, was „clean“, also möglichst natürlich, unverarbeitet und ohne Zusätze ist. Außerdem werden leere Kalorien wie Weißmehl oder Industriezucker gemieden. Ein Beispiel: Statt eines Bananen-Nuss-Muffins greift man einfach nur zur Banane und ein paar Nüssen. Allerdings sind beim Clean Eating Fertigprodukte wie beispielsweise Cracker nicht von vornherein tabu, nur weil sie in irgendeiner Weise verarbeitet sind. Im Bio-Laden oder Reformhaus stehen die Chancen gut, dass man Fertigprodukte findet, die den Clean Eating-Kriterien entsprechen, da sie nichts weiter enthalten als zum Beispiel gekeimten Sesam, gekeimten Buchweizen, Leinsaat, Hanfmehl und Salz.

Grundlegend wird bei dieser Ernährungsform viel frisch eingekauft und selbst gekocht ohne die bekannten „Kochhelfer“ in Tütenform. Im Supermarkt gilt generell: Wenn die Zutatenliste des Produkts Dinge enthält, die nicht mehr als Nahrungsmittel zu identifizieren sind, bleibt’s im Regal. Deshalb sollte zum Beispiel auch auf Diätprodukte verzichtet werden, da sie zwar weniger Fett oder Zucker, dafür jede Menge andere Zusatzstoffe beinhalten, um den Geschmack wieder auszugleichen.

Wer clean isst, will auch keine Nahrung, die gentechnisch verändert oder mit Hilfe gentechnisch veränderter Zutaten hergestellt wurde. Um Rückstände von Pestiziden, Herbiziden und Fungiziden zu vermeiden, wird möglichst zu biologischen Lebensmitteln gegriffen.

 

Clean Eating – die wichtigsten Regeln

  • Mindestens 2 bis 3 Liter Wasser und/ oder ungesüßten Tee am Tag trinken, an heißen Tagen oder wenn man Sport macht sogar noch mehr.
  • Unbedingt frühstücken, um direkt Energie für den Start in den Tag zu haben und den Stoffwechsel anzukurbeln.
  • Statt einer üppigen lieber fünf bis sechs kleine Mahlzeiten über den Tag verteilen. Somit bleibt der Heißhunger aus und der Stoffwechsel aktiv.
  • Auf eine ausgewogene Ernährung achten mit guten Fetten (z.B. aus Nüssen oder hochwertigen Ölen), langkettigen Kohlenhydraten (z.B. Kartoffeln oder Quinoa) und wertvollen Proteinen (z.B. Bohnen und Linsen). Auch viel frisches Obst und Gemüse gehört auf den Speisplan.
  • Mehr Obst und Gemüse nach Saison kaufen.
  • Auf Nahrungsmittel mit künstlichen Zusätzen und Süßstoffen verzichten.
  • Fertigprodukte meiden und wenn schon, dann Bio kaufen.
  • Leere Kalorien wie Weißmehl oder Zucker vermeiden.
  • Ungesunde Fette wie gehärtete Öle und Transfette aus der Ernährung streichen.
  • Auf Alkohol weitestgehend verzichten.
  • Kochsalz reduzieren.

 

Rezeptidee: Rote Bete Bowl

Zutaten (für 4 Schalen oder große Gläser):

  • 450 g Tomaten, gewürfelt
  • 1/2 kleine Zwiebel, geschält und grob gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 mittelgroße Rote Bete, geschält und grob gewürfelt
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Avocado, geschält und grob gewürfelt
  • Salz & Pfeffer
  • Spritzer Zitronensaft
  • 1/2 Gurke, gewürfelt
  • 100 Gramm Radieschen, gewürfelt
  • eine Hand voll Rote Bete- oder Radischenblätter

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf die Gurken- und Radieschenwürfel sowie das Battgrün in den Vitamix geben und zu einer homogenen cremigen Masse verarbeiten. In  die Schüsseln geben und mit Gurken-, Radieschen und Blattgrün dekorieren. Fertig! Wer seine Bowl lieber warm haben möchte, einfach den Vitamix etwas länger laufen lassen beziehungsweise das Suppen-Programm wählen.