Die reichlich gefüllte, ausdekorierte Müslischale in der Mitte, ein wenig Cashew-Bruch im Hintergrund, Goji-Beeren drumherum, passende Tisch-Deko, das richtige Licht, der appetitlichste Blickwinkel. Für das perfekte Food-Foto setzen Foodies ihre Kreationen formvollendet in Szene.

Einfach nur irgendwie mit der Kamera draufhalten, das reicht schon lange nicht mehr aus, um User auf einen Blog zu ziehen. Und wie schwierig gute Fotos sind, weiß jeder, der selbst schon versucht hat, seine kulinarische Schöpfung appetitlich abzulichten.

Hinter den vielen schönen Bilder auf Food-Blogs, Instagram und Co. steckt eine Menge Arbeit. Und Leidenschaft.

Warum bloggen Foodies?

Was sind das für Menschen, die uns in ihre Schüsseln und auf ihre Teller schauen lassen? Die ganz viel Persönliches preisgeben, Anekdoten und Geschichten zum Rezept schreiben?

Foodies stehen leidenschaftlich gerne in der Küche, probieren aus, experimentieren, stecken Niederlagen ein und feiern Erfolge. Sie sind stolz auf neue Kreationen und teilen mit uns, was sie begeistert.

Ganz wichtig ist der Austausch mit den Lesern. In der Kommentarspalte unter einem Rezept findet häufig reger Austausch statt. Positives Feedback beflügelt. Das geht doch jedem so. 🙂

Den Trends auf der Spur

Smoothie-Bowls, Chia-Pudding, Grüne Smoothies, Superfoods: Viele Foodies sind dem kulinarischen Zeitgeist auf der Spur und pushen neue Food-Trends, indem sie sie in ihren Blog aufnehmen.

Supertolle Fotos sind dabei das Wichtigste. Wenn uns beim Anblick das Wasser im Mund zusammenläuft, hat der Blogger alles richtig gemacht!

Essen ist etwas, das jeder tut. Entsprechend groß ist das Interesse, öfter mal Neues auszuprobieren.

Food-Blogs sind dafür die perfekte Inspirationsquelle. Die meisten Blogger sind keine Profiköche, haben ihr Können von Mutti gelernt oder es sich selbst beigebracht. Sie sind quasi wie wir – vielleicht einen Tick professioneller. Und sie können meistens auch besser fotografieren als der Durchschnitt. 😉

Essen als Statement

Food-Blogs erfüllen noch eine ganz andere, wichtige Funktion. Mit ihrem Blog positionieren Foodies sich ethisch und moralisch: „Ich lebe vegan und zeige euch, wie abwechslungsreich und genussvoll diese Ernährung ist.“ Da geht es um Konsumverhalten, Grundsätze, die eigene Lebenseinstellung.

Ein Food-Blog ist also auch ein Tummelplatz für Gleichgesinnte. Hier kommen Menschen zusammen, die vieles gemeinsam haben. Aber vor allem eines: Spaß am Essen. Food-Blogger holen uns genau da ab, wo wir alle am empfänglichsten sind: beim knurrenden Magen.

Danke, liebe Foodies, für eure vielen, tollen Rezeptideen, die ihr uns mit noch tolleren Bildern so richtig schmackhaft macht!


  • Über den Autor:

    Verena Kovalik VeKo

    Verena Kovalik, seit Juli 2014 zum Team der Keimling Naturkost GmbH zugehörig, lebt und liebt die vegane Rohkost-Küche. Als ausgebildete Redakteurin schafft sie es immer wieder, die vegane Rohkost formvollendet zu definieren, zu beschreiben und selbst für Rohkost-Newbies zugänglich zu machen.