Als gebürtiger Schwabe bin ich natürlich von der klassischen schwäbischen Küche von
Kindheit an geprägt und wie wir alle wissen, Kindheitserinnerungen sind schon etwas ganz
besonderes und machen einfach glücklich. Schwäbische Schupfnudeln mit Specksauerkraut
oder einer deftigen Sosse ist für mich eine solche Erinnerung, scheint zunächst aber erstmal
schwierig, das vegan und auch noch rohköstlich umzusetzen. Als ich letzt im Vollwerthotel
Carpe Diem eine kulinarische Woche veranstaltet habe, wo ich auch 2018 wieder an 2
Terminen sein werde, hatte ich die Eingabe. Und dieses wunderwolle Rezept für die kühleren
Tage möchte ich sehr gerne mit Euch teilen. Viel Spass beim Zubereiten und festliche Tage.

Schwäbische Kürbis Schupfnudeln auf Pilzspeck Kraut

Menge:
3 Personen


Zutaten:

Für die Schupfnudeln
500 g Hokkaido Kürbis
165 g cashews (4 Stunden einweichen)
70 g Rapsöl
1 TL Salz
½ TL Muskat, frisch gerieben
18 g Flohsamenschalen, gemahlen

Für das Sauerkraut
250 g frisches Sauerkraut
200 g Rosensaitlinge oder Austernsaitlinge oder auch Shiitake Pilze
4 EL Olivenöl
6 EL Tamari Soja Sosse
4 EL Yacon Sirup
1-2 Knoblauchzehen, fein gepresst oder gerieben
Optional: Flüssiges Rauchsalz oder anderes Räuchersalz

 

Zubereitung:

1. Den Hokkaido Kürbis schälen und klein würfeln. Die Cashews nach dem Einweichen
abspülen.
2. Kürbiswürfel, Cashews, Rapsöl, Salz und Muskat in den grossen Vitamixbehälter geben
und alles bei höchster Geschwindigkeit mit dem Stössel mind. 2 Minuten so lange pürieren,
bis die Masse komplett cremig ist.
3. Dann Flohsamenschalen zugeben und nochmals pürieren, bis alles gut vermengt ist. Den
Teig in eine Schüssel geben und kurz ziehen lassen, so dass die Flohsamenschalen
andicken können.
4. Mit 2 Esslöffeln schupfnudelartige Nocken abstechen und zunächst auf Dörrfolien
platzieren.
5. Die Schupfnudeln im Dörrautomat bei 42 Grad insgesamt ca. 20 Stunden trocknen. Nach
ca. 8 Stunden von der Dörrfolie nehmen und ggf. mit den Händen nochmals nachformen,
so dass richtige Schupfnudel Formen entstehen.
6. Nach dem dörren, die Schupfnudeln im Kühlschrank lagern. Dort bekommen sie noch mehr die richtige Schupfnudel Konsistenz. Vor dem Verzehr auf Raumtemperatur anwärmen.

Für das Sauerkraut:

1. Die Rosensaitlinge oder Austersaitlinge mit den Händen fein der Faserung entlang zupfen
oder die Shiitake Pilze in Scheiben schneiden.
2. Aus Olivenöl, Tamari, Yacon und Knoblauch mit dem Schneebesen eine Marinade rühren.
Durch Zugabe eines flüssigen oder festen Rauchsalzes kann man einen schönen,
geräucherten Effekt erzielen.
3. Die Pilze mit der Marinade gut vermengen, so dass sie überall gut bedeckt sind.
4. Auf Dörrfolien verteilen und im Dörrautomat mindestens 6 Stunden oder besser ca. 15
Stunden dörren, dabei manchmal wenden, so dass die Marinade gleichmässig einzieht.
5. Die fertigen, speckigen Pilzstücke mit dem Sauerkraut mischen.

Zum Servieren das Sauerkraut auf Teller anrichten, Schupfnudeln darauf verteilen. Mit
gehackter Petersilie und Schwarzkümmelöl garnieren.
Wahlweise können noch karamellisierte Zwiebeln (aus dem Buch ‘Go Raw Be Alive’) oder eine
cremige Pilzsosse (z.B. auf Cashewbasis) dazu gereicht werden.
Guten Appetit 🙂


  • Über den Autor:

    Boris Lauser Boris-Lauser

    Boris Lauser ist Spiritual Life Food Instructor, Raw Food Chef und Gründer von b.alive. Er hat sein Wissen um rohe Gourmet-Rezepte an renommierten Rohkost-Schulen erworben. Er verzaubert seine Fans mit fantastischen Gourmet-Rohkostkreationen in seinen legendären Dinner Club Abenden und verschiedenen Rawfood-Kursen. Zudem gibt Boris Raw Food Retreats auf Bali und Thailand und berät mittlerweile auch Gastronomie und Hotellerie.