Lieber Pfeffer, danke, dass du immer da bist, wenn wir dich brauchen. Egal ob Rohköstler, Veganer oder Vegetarier: Griffbereit im Gewürzregal platziert, sagst du fadem Geschmack den Kampf an. Auf dich ist Verlass, wenn das „gewisse Etwas“ fehlt. Du bringst Farbe ins Essen und Feuer auf die Zunge. In deiner Mühle wartest du geduldig auf deinen Einsatz und bist immer zur Stelle. Schön dass es dich gibt.

Damals wie heute zählt Pfeffer zu den wichtigsten Gewürzen. Pro Jahr werden um die 200.000 Tonnen des Gewürzes produziert. Es gibt wohl keine Küche, in der kein Pfeffer steht. Doch was ist das eigentlich für eine kleine Kugel, die einst so wertvoll war, dass sie mit Gold aufgewogen wurde?

Wussten Sie, dass Pfeffer ein Kletterkünstler ist?

Dahin gehen, wo der Pfeffer wächst? Sehr gerne! Die Heimatregion des schwarzen oder Echten Pfeffers liegt in Südwest-Indien. Heute wird er auch in Ländern wie Afrika, Brasilien, Indoniesien, Sri Lanka, Thailand oder Madagaskar angebaut. Da lässt man sich doch gerne hinschicken. 🙂

Der Pfefferstrauch ist eine mehrjährige, immergrüne Kletterpflanze, die bis zu 10 Meter hoch an Bäumen oder Rankhilfen emporwächst. An den hängenden Fruchtständen bilden sich die Pfefferbeeren. Aus diesen werden, je nach Zeitpunkt der Ernte und der Art der Weiterverarbeitung, vier verschiedene Pfeffer-Varianten gewonnen: schwarzer Pfeffer, grüner Pfeffer, weißer Pfeffer und roter Pfeffer.

Ein Pfefferstrauch – vier Sorten für die Rohkost Küche

Schwarzer Pfeffer wird aus den unreifen grünen Beeren gewonnen. Sie werden nach der Ernte getrocknet und erhalten dadurch ihre schwarze Farbe und das schrumpelige Aussehen. Geschmack: würzig-aromatisch und tierisch scharf!

Grüner Peffer ist der milde Vertreter des scharfen Quartetts. Die unreifen Beeren werden direkt nach der Ernte getrocknet oder in Salzlake eingelegt. Geschmack: aromatisch-frisch mit milder Schärfe!

Weißer Pfeffer darf länger am Strauch bleiben. Die vollreifen, roten Früchte werden etwa eine Woche gewässert, vom Fruchtfleisch befreit und getrocknet. Geschmack: kaum aromatisch, dafür sehr scharf!

Roter Pfeffer ist der jüngste Star am Pfeffer-Himmel. Hierfür werden die Früchte vollreif geerntet und, ähnlich wie beim grünen Pfeffer, sofort getrocknet oder in Salzlake eingelegt. Geschmack:fruchtig und extrem scharf!

Kaufen Sie Peffer am besten als ganze Körner und mahlen Sie ihn ganz frisch. So hat er das meiste Aroma. Am wohlsten fühlt er sich an einem kühlen, dunklen Ort in einer luftdichten Verpackung. Machen Sie den Pfeffer glücklich, dann macht er Sie glücklich!


  • Über den Autor:

    Verena Kovalik VeKo

    Verena Kovalik, seit Juli 2014 zum Team der Keimling Naturkost GmbH zugehörig, lebt und liebt die vegane Rohkost-Küche. Als ausgebildete Redakteurin schafft sie es immer wieder, die vegane Rohkost formvollendet zu definieren, zu beschreiben und selbst für Rohkost-Newbies zugänglich zu machen.